Wohnungspreise: Deutschlandweit hat “Kassel + 18%” den größten Zuwachs

29. September 2011

Trotz der vitalen Nachfrage und der hohen Aufmerksamkeit für Immobilien in der Öffentlichkeit sind die Preise für Wohneigentum deutschlandweit nur moderat gestiegen. Der Quadratmeterpreis für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert liegt in Deutschland gegenwärtig bei 979,61 Euro, das sind 2,3 Prozent mehr als im Jahr 2010. „In den Großstädten fallen die Preissteigerungen weit deutlicher aus“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. „So sind in Städten mit 250.000 – 500.000 Einwohner die Preise um 5,5 Prozent und in Städten über 500.000 Einwohner um 4,4 Prozent gestiegen. In den Mittel- und Kleinstädten sind die Preise nur um drei Prozent angewachsen.“

Immobilienkäufer finden in dem heutigen Markt nach Einschätzung des IVD ein sehr gutes Marktumfeld vor. Die historisch niedrigen Zinsen und das weiterhin günstige Preisniveau von Wohnimmobilien sprechen für den Kauf von Wohnimmobilien. „Der Goldpreis bewegt sich auf Höchstniveau mit der Gefahr starker Kursschwankung. Dagegen befinden sich die Wohnimmobilien deutschlandweit unterhalb des langfristigen Preisniveaus. „Wer heute Immobilien kauft, erwirbt diese nicht in einer Preisblase“, stellt Schick fest.

Die regionalen Wohnungsmärkte sind dabei durchaus differenziert zu betrachten. In München wird für den Quadratmeter einer Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert das 2,4-Fache des Bundesdurchschnitts erzielt, in Stuttgart fast genau das Doppelte. Die Städte mit der höchsten Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr sind Kassel (+ 18 Prozent), Karlsruhe (+ 15 Prozent), Bremen und Krefeld (+ 14 Prozent), Passau und Konstanz (+ 12 Prozent). Unter den Großstädten nimmt Hamburg mit einer Zunahme von 9,4 Prozent die Spitzenstellung ein, gefolgt von Berlin (+ 8 Prozent) und Bremen (+ 7,1 Prozent). „Im Segment der Eigentumswohnungen gilt die Faustregel: Je höher der Wohnwert und je größer die Stadt, desto höher die Preissteigerungen. So haben in den Großstädten die Preise für Eigentumswohnungen mit gutem Wohnwert um 6,4 Prozent zugelegt“, sagt Schick. „Der Umkehrschluss dieser Regel lässt sich am deutlichsten im 10-Jahresvergleich für Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert im kleinstädtischen und ländlichen Bereich nachvollziehen: Dort liegen die aktuellen Preise um 30 Prozent niedriger als noch vor zehn Jahren.“

Leineweber Immobilien - Unser Firmenvideo - Werbetrailer

20. Juli 2011

Unser aktuellen Firmentrailer finden Sie auf Youtube.de. Bitte folgenden Sie dem Link

Hessischer Immobilientag im Congress-Center Frankfurt - Ein großer Erfolg

15. April 2011

Hessischer Immobilientag in Frankfurt am Main wieder ein voller Erfolg

Am 14.04. 2011 konnte der IVD Mitte auf seinem bundesweit teilnehmerstärksten Fachkongress wieder eine positive Resonanz ziehen.

Alexander Alter, Vorstandsvorsitzender des IVD Mitte (Hessen/Thüringen), eröffnete mit einer Grußrede die Veranstaltung, in der er besonders auf einen weiteren neuen Studienort der Europäischen Immobilien Akademie (EIA) in Frankfurt am Main hinwies, deren erstes Kursangebot bereits in kurzer Zeit ausgebucht war. Herr Alter ging weiterhin in seiner Rede auf die zukünftigen Marktverhältnisse und Trends in der Immobilienwirtschaft ein und gab den über 600 im Saal anwesenden Personen wertvolle Anregungen für ihr zukünftiges Handeln. Jürgen Michael Schick (Vizepräsident des IVD Bundesverbandes) unterstrich die Wichtigkeit der Aus- und Weiterbildung im IVD, welche das Fundament für eine gute Beratung und Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im IVD darstellt. Mit vielen ausnehmend guten Referenten und einer breiten Themenvielfalt war der Kongress für die Besucher sehr anregend und mit neuen Erkenntnissen gespickt. So war vom Börsenexperten und Journalisten Frank Lehmann zu erfahren, dass in den vergangenen 30 Jahren Sachwerte wie Immobilien im Gegensatz zu Aktien eine erhebliche Wertsteigerung verzeichnen konnten.  Die Pressekonferenz für die Veröffentlichung des IVD Marktdatenspiegels 2011 wurde durch ein RTL Fernsehteam begleitet und im TV abends ausgestrahlt. Stephan Schlocker hat die Aussagen Frank Lehmanns aufgegriffen und bestätigt: Der Vorabend der Inflation und die konstante Aufwärtsentwicklung von Immobilien ist zurzeit zweifelsohne die einzig lohnende Anlageform. Wie jedes Jahr fand im Rahmen der Messe wieder eine Verlosung mit interessanten IVD- und Immonet Preisen statt. Als abschließender Höhepunkt referierte der angesehene Erfolgstrainer und Buchautor Klaus Fink und begeisterte das Publikum.Über 40 Aussteller werden den Tag genauso erfolgreich in Erinnerung behalten wie der Veranstalter.(Quelle: IVD Mitte e.V. Frankfurt am Main)

Für wen eignet sich welche Immobilie ??

22. März 2011

Vermietbarkeit auch bei Selbstnutzung beachten • Kapitalanlagewohnungen für Vermögensaufbau • Zinshäuser als Altersvorsorge für Freiberufler und Selbständige

 

Wohneigentum ist in Deutschland so erschwinglich wie selten zuvor. Stabile Einkommen, niedrige Zinsen und moderate Preise sind gute Voraussetzungen, um den Traum von der eigenen Immobilie für immer mehr Menschen Realität werden zu lassen. Nach Auffassung des Immobilienverbands IVD gibt es für den Immobilienkauf eine ganze Reihe von Gründen. „Wohnimmobilien in guten Lagen sind äußerst wertstabil“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Sprecher des IVD. „Oftmals erfahren die Objekte im Laufe der Jahre auch deutliche Wertsteigerungen. Wer sein Vermögen sicher anlegen möchte, sollte daher überlegen, ob er sich nicht jetzt nach einer geeigneten Immobilie umsehen sollte.“ Am Anfang stehe dabei die Frage, ob das Haus oder die Wohnung selbst genutzt oder vermietet werden solle.

Individuelle Lösung bei Selbstnutzung
„Bei einer selbst genutzten Wohnung ist klar, dass die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche im Vordergrund stehen“, sagt Schick. Der Weg zur Arbeit, Ausstattung und Einkaufsmöglichkeiten seien entscheidende Kriterien bei der Kaufentscheidung. „Potenzielle Selbstnutzer sollten allerdings berücksichtigen, dass sie ihre Wohnung im Falle eines berufsbedingten Umzugs eventuell vermieten müssen.“ Da die Mobilitätsanforderungen am Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen seien, habe das Kriterium der Vermietbarkeit deutlich an Gewicht gewonnen. Entscheidend für die Vermietbarkeit sind Lage, Zuschnitt und Ausstattung. Eine Wohnung sollte in der Regel gut erreichbar sein, sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Kapitalanlagewohnung für Vermögensaufbau
Für Menschen, die bereits ihre Traumwohnung gefunden haben und die etwas für ihren Vermögensaufbau beziehungsweise für ihre Altersvorsorge tun wollen, empfiehlt sich momentan der Kauf einer Kapitalanlagewohnung. Denn im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen wie beispielsweise Staatsanleihen bieten Wohnimmobilien eine deutlich attraktivere Rendite. „Durchschnittlich liegt die Renditeerwartung hier bei 4,5 bis sechs Prozent“, erklärt Schick. Zum Vergleich: Die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe liegt derzeit bei knapp 2,4 Prozent. Festgeldkonten bieten momentan einen Zinssatz von wenig mehr als einem Prozent. „Im Gegensatz zu den Eigentümern von Barvermögen können Anleger, die sich jetzt eine Wohnung kaufen, von den niedrigen Zinsen sogar profitieren“, sagt Schick. „Denn die Kosten für die Darlehen werden derzeit oftmals durch die Wertsteigerungen nicht nur kompensiert, sondern überkompensiert.“ Zudem kann eine Wohnung im Alter auch selbst bezogen werden. „Die Mietfreiheit im Alter ist eine entscheidende Kostenersparnis, insbesondere vor dem Hintergrund niedriger staatlicher Renten“, so Schick weiter. „Wer im Alter keine Miete zahlen muss, hat in der Regel deutlich mehr Geld zur freien Verfügung.“ Im Schnitt verbessert eine selbst genutzte Wohnung die Netto-Einkommenssituation für Senioren um etwa 30 Prozent.Zinshäuser bringen stabile Erträge
Freiberufler oder selbständige Unternehmer, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sollten für ihre Altersversorge den Erwerb eines so genannten Zinshauses erwägen. „Ein Haus mit mehreren Wohnungen liefert stabile Mieterträge“, sagt Schick. „An Standorten mit hoher Wohnungsnachfrage ist ein Mehrfamilienhaus daher eine sichere Einnahmequelle. Zieht ein Mieter aus, eröffnet das weitere Potenziale. Denn mögliche Modernisierungskosten amortisieren sich in der Regel über höhere Mieteinnahmen.“ Wer jetzt ein Zinshaus erwirbt, kann laut IVD oft auch höhere Erträge erwirtschaften als in früheren Jahren. „Angesichts des historischen Zinstiefs sind Investitionen in Mehrfamilienhäuser derzeit besonders attraktiv“, sagt Schick. „Bei Zinsen von unter 4,5 Prozent für zehnjährige Darlehen und einem Kreditanteil von bis zu 70 Prozent liegt die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital häufig über der eigentlichen Mietrendite.“ Der so genannte Leverage-Effekt werde aber oft nicht berücksichtigt. „Viele Anleger betrachten bei der Berechnung ihrer Investitionschancen nur die Relation des Mietertrages zum Kaufpreis und übersehen, dass ihr persönlicher Ertrag sich durch die Differenz zwischen Bankzins und Mietzins erhöhen kann.“ Auf der anderen Seite sollten aber auch die Bewirtschaftungskosten in eine erste Investitionsberechnung mit einbezogen werden. „Die laufenden Kosten für Bewirtschaftung und Instandsetzung sind bei Mehrfamilienhäusern und Kapitalanlagewohnungen mit etwa 20 Prozent anzusetzen“, sagt Schick. Wichtig ist zudem, den technischen Zustand des ins Auge gefassten Objektes möglichst genau zu prüfen.Nicht ohne Beratung kaufen
Damit es nach dem Kauf keine bösen Überraschungen gibt, sollte vor dem Erwerb einer jeden Immobilie immer ein qualifizierter Immobilienberater hinzugezogen werden. „Ein Immobilienberater oder Makler kann die jeweils passende Immobilie mit der gewünschten Rendite und der erwarteten Lage vermitteln“, sagt Schick. „Einem qualifizierten Makler kann zudem die gesamte Abwicklung des Immobilienkaufs übertragen werden.“ Ein wichtiger Qualitätsnachweis sei dabei die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem Immobilienverband IVD. „Der Kaufinteressent sollte keine Scheu haben, einen Makler nach seiner Aus- und Weiterbildung zu fragen. Seriöse Makler geben darüber bereitwillig Auskunft.“ Der IVD beispielsweise verpflichte seine Mitglieder, regelmäßig Schulungen und Seminare zu besuchen. Jedes Verbandsmitglied muss eine umfassende Aufnahmeprüfung bestehen, in der das notwendige immobilienwirtschaftliche Wissen überprüft wird. IVD-Mitglieder müssen zudem den Nachweis über den Abschluss einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung erbringen.
(Quelle IVD.net, Berlin, 3.2011)

Wie finde ich den richtigen Mieter ?

3. März 2011

Der wirksamste Schutz vor Einmietbetrügern und Mietnomaden ist die Vermietung der Wohnung durch einen erfahrenen Spezialisten. Die vertragsrelevanten Erkundigungen, die Immobilienmakler und Hausverwalter des IVD vorab über Mietinteressenten einholen, können Vermieter am effektivsten vor Mietnomaden schützen. Dies ist auch eines der wesentlichen Ergebnisse eines Gutachtens über Mietnomaden, welches die Universität Bielefeld im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellt hat. Privaten Vermietern fehlt meist die nötige Erfahrung bei der Vermietung ihrer Wohnung. Professionelle Vermieter können bei der Auswahl und Überprüfung der Mietinteressenten helfen. Die Rechtsanwaltskanzlei bethgeundpartner | immobilienanwälte (LINK EINFÜGEN: http://www.bethgeundpartner.de/) aus Hannover hat Handlungsoptionen nach der geltenden Rechtslage erarbeitet, wenn es darum geht den richtigen Mieter zu finden:

1. Informationen über den Mieter einholen
Bereits vor Abschluss des Mietvertrages sollten Informationen über den zukünftigen Mieter eingeholt werden. In Betracht kommen Auskünfte aus der Schufa, oder mittels eines Fragebogens über persönliche Angaben des Mieters. Sehr sinnvoll sind auch Auskünfte durch den ehemaligen Vermieter. IVD Immobilienverwalter haben verschiedene Kooperationspartner zur Auswahl, die Wirtschafts-Auskünfte erteilen. Sie gehen mit diesen Auskünften verantwortungsvoll um und vermeiden Missbrauch bei der Einholung von Auskünften. Nach der Neuregelung der gesetzlichen Grundlagen können auch Mieter selbst eine Auskunft von der Schufa erlangen und diese ihrem Vermieter bzw. dem Verwalter vorlegen.

2. Fälligkeit der ersten Miete vor Übergabe der Wohnung
Die Fälligkeit der ersten Mietzahlung kann bereits für einen Zeitpunkt vor Übergabe der Wohnung vereinbart werden. Wird diese Miete nicht gezahlt, braucht der Vermieter die Wohnung nicht zu übergeben.

3. Rechtzeitig abmahnen
Bei verspäteten oder ausbleibenden Mietzahlungen sollte der Vermieter den Mieter nicht nur mahnen, sondern auch zeitnah abmahnen. Bereits bei der ersten verspäteten Zahlung kann eine Kündigung für den Fall angedroht werden, dass der Mieter künftig nicht pünktlich zahlt. Eine im Wiederholungsfall ausgesprochene Kündigung wird auch durch vollständige Nachzahlung der Mietrückstände nicht unwirksam.

4. Schneller und richtig kündigen
Die fristlose Kündigung kann bereits erfolgen, wenn der Mieter über längere Zeiträume in Verzug ist und die Beträge zwei Monatsmieten erreichen. Weitgehend unbekannt ist aber, dass eine Kündigung auch schon dann möglich ist, wenn der Mieter in zwei aufeinander folgenden Monaten mit einem Betrag von etwas mehr als einer Monatsmiete in Verzug ist. Das bedeutet: in diesem Fall muss der Vermieter nicht zwei Monate warten sondern nur bis zum Beginn des zweiten Monats. Hier können Vermieter und Verwalter also bereits erheblich Zeit sparen. Die fristlose Kündigung sollte immer auch mit einer ordentlichen Kündigung verbunden werden. Durch Zahlungsausgleich wird zwar die fristlose Kündigung unwirksam, nicht jedoch die ordentliche. Hier kommt es auf die präzise Formulierung der Kündigung an.

5. Gespräche und Vereinbarungen mit dem Mieter
Der Vermieter sollte bei Zahlungsverzug zunächst einmal immer das Gespräch mit dem Mieter suchen, um rechtzeitig Lösungsansätze zu finden und die Fronten nicht unnötig zu verhärten. Möglicherweise kann eine einvernehmliche Zahlungsvereinbarung getroffen werden. Die professionell-gewerblichen Vermieter haben mit der vorbeugenden Arbeit mit Mietern bei Zahlungsverzug sehr gute Erfahrungen gemacht und konnten die Zahlungsrückstände dadurch deutlich verringern. Auch den eigenen Anwalt sollte der Vermieter zunächst zum Gesprächskontakt mit dem Mieter und seinem Anwalt veranlassen. Eine vergleichsweise Regelung – auch noch im Gerichtsverfahren – ist immer schneller und häufig auch kostengünstiger als ein Räumungsprozess mit anschließenden Vollstreckungsmaßnahmen.

6. Mietkaution gegen Mietnomaden
Gesetzlich geregelt ist, dass die Mietkaution durch den Mieter in drei Raten erbracht werden kann. Allerdings kann ein Vermieter die Übergabe der Kaution vorverlegen, wenn die gesamte Kaution durch eine Bürgschaft bezahlt wird. Statt einer Barkaution können Vermieter und Verwalter mit dem Mieter auch die moderne Form der Hinterlegung der Mietkaution durch eine Bürgschaft oder Versicherung vereinbaren. Dies hat für den Mieter den Vorteil, dass er keine Barmittel für die Kaution binden muss. Der Vermieter erhält sofort vor Übergabe der Wohnung die volle Kaution. Im IVD organisierte Verwalter haben die Möglichkeit, auf das Angebot eines Kooperationspartners wie der Eurokaution (ww.eurokaution.de) zurückzugreifen; hier erfolgt zusätzlich eine unabhängige Bonitätsprüfung der Mieter. Der Vermieter kann also doppelte Sicherheit und somit eine gute Vorbeugung gegen Mietnomaden erhalten.

7. Berliner Räumung
Muss eine Räumung im Wege der Zwangsvollstreckung durchgesetzt werden, kann das Modell der sog. „Berliner Räumung“ gewählt werden. Hierbei wird der Vermieter als Eigentümer der Wohnung durch den Gerichtsvollzieher in den Besitz eingewiesen und sorgt dann selbst für die Räumung der Wohnung. Auf diesem Weg können Kosten gespart und das Verfahren erheblich beschleunigt werden. Durch die Rechtsprechung ist dieser Weg der Räumung für zulässig erklärt worden.

8. Urkundenprozess
Macht der Mieter keine Mietminderung geltend, kann im Urkundenprozess eine schnelle Titulierung von Mietforderungen erwirkt werden, zumal der Mieter dann meistens nicht in das Nachverfahren übergeht.

9. Räumungsfrist nur bei Zahlung laufenden Miete
Im Räumungsprozess sollte zur Vermeidung einer langen Räumungsfrist auf den Beschluss des OLG Stuttgart 13 U 89/06 vom 07. Juli 2006 hingewiesen werden. Danach ist die Gewährung einer Räumungsfrist unzumutbar, wenn die Zahlung der laufenden Miete für die Dauer der Räumungsfristen nicht gewährleistet ist.

10. Direkter Transfer der Miete an Vermieter bei Empfängern von staatlichen Leistungen
Bei der Verwendung von Leistungen des Sozialamtes für Unterkunft und Heizung durch den Leistungsberechtigten, kann vereinbart werden, dass die Miete direkt an den Vermieter gezahlt wird. Auch die Kaution kann vom Sozialamt übernommen werden. Dies sollte vor Abschluss des Mietvertrages angesprochen und vereinbart werden.

(Quelle, www.ivd.net, IVD Bundesverband Berlin) 

BGH-Urteil zur Kündigung eines Mietvertrages bei schlechter Bausubstanz

10. Februar 2011

In welchem Fall die Kündigung eines Mietvertrages berechtigt ist, hat der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs aktuell entschieden. Befindet sich eine vermietete Wohnung in einem schlechten Bauzustand, darf der Vermieter das Mietverhältnis kündigen. 

Die Mieterin einer Wohnung scheiterte gegen die Räumungsklage der Vermieterin. Diese hatte die Wohnung in dem Wohnblock mit der Begründung gekündigt, dass städtebauliche und gebäudetechnische Mängel einen Abriss des gesamten Blocks notwendig machen würden. Im Gegenzug beabsichtigte sie, moderne öffentlich geförderte Neubaumietwohnungen errichten zu lassen.

In ihrer Entscheidung führten die Karlsruher Richter aus, dass die geplanten Baumaßnahmen eine angemessene wirtschaftliche Verwertung des Grundstücks darstellten. Der schlechte Bauzustand entspreche in mehrfacher Hinsicht nicht den heutigen Wohnvorstellungen und könne durch Sanierung auch nicht erreicht werden.

Der Vorstandsvorsitzende des IVD Mitte, Alexander Alter, begrüßt die Entscheidung und führt aus, dass in diesem Fall das Bestandsinteresse von Mietern zurückgestellt werden muss, da der Vermieterin durch Fortsetzung des Mietverhältnisses ansonsten erhebliche Nachteile entstünden. „Wenn trotz Sanierung keine bedarfsgerechte Wohnsituation möglich ist, ist es nur folgerichtig, den Schutz des Eigentums vorrangig zu behandeln“, so Alter weiter.   

(BGH-Urteil vom 09.02.2011, AZ: VIII ZR 155/10)

Quelle: IVD Mitte e.V.

Mietnomadentum ist vermeidbar

8. Februar 2011

BSI: Mietnomadentum ist vermeidbar

Berlin, 08.02.2011 – „Mit dem Gutachten, das dem Phänomen des Mietnomadentums auf den Grund geht, haben das Bundesbau- und das Bundesjustizministerium einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der bisweilen von den Medien aufgeheizten Diskussion um Einmietbetrug geleistet. Dieser Vorstoß wird von der Immobilienwirtschaft begrüßt“, erklärte Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des Immobilienverbandes IVD anlässlich der Vorstellung des Sondergutachtens „Mieterschutz und Investitionsbereitschaft im Wohnungsbau – Mietausfälle durch sog. Mietnomaden“ am 7. Februar im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Man dürfe dabei jedoch nicht vergessen, dass es in Sachen Mietrecht weit dringlichere Reformaufgaben gebe als die Bekämpfung von Einmietbetrug. Dazu zähle insbesondere, das Mietrecht mit dem Energiekonzept der Bundesregierung in Einklang zu bringen und im Zuge dessen die bestehenden mietrechtlichen Hürden für energetische Sanierungen zu senken.Als eines der wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens, das von der Forschungsstelle für Immobilienrecht an der Universität Bielefeld erstellt wurde, bezeichnete der BSI-Vorsitzende die Erkenntnis, dass private Gelegenheitsvermieter im Vergleich zu professionellen Vermietern deutlich stärker von so genannten Mietnomaden betroffen sind. Das zeige, „dass bei Vermietung durch professionelle Immobilienvermieter, Wohnungsunternehmen und Dienstleister der Immobilienwirtschaft kaum Fälle von Einmietbetrug vorkommen, weil von diesen professionell Informationen über die potenziellen Mieter eingeholt werden.“Dennoch dürften die Einzelfälle nicht verharmlost werden. Für die Betroffenen – in der Regel private Vermieter – sei Einmietbetrug ein schwerwiegender Eingriff in das Eigentum. „Nachdem das Gutachten gezeigt hat, dass der Schlüssel zur Vermeidung von Einmietbetrug zielgerichtete Erkundigungen über einen Mietinteressenten sind, fordert die BSI eine gesetzliche Klarstellung, dass die Möglichkeit zu Bonitätsauskünften über potenzielle Mieter nicht praxisfern datenschutzrechtlich eingeschränkt werden“, so Kießling abschließend.Quelle: BSI, Berlin. www.bsi-web.de Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft vertritt bundesweit und auf europäischer Ebene die Interessen von sieben immobilienwirtschaftlichen Spitzenverbänden. BFW, GdW, IVD, DDIV und BVI bewirtschaften rund 12 Mio. Wohneinheiten und verwalten weitere rund 250.000 Gewerbeeinheiten. Der vdp steht für 61 Prozent der gewerblichen und 27 Prozent der Wohnimmobilien-Finanzierung, der VGF für mehr als drei Viertel des Marktes der Anbieter geschlossener Fonds. Die BSI steht damit für nahezu die Hälfte aller Mietverhältnisse in Deutschland.

Vorstellung des IVD-Preisspiegel 2011 Region Nordhessen - Der Jahresbericht

27. Januar 2011

Am 27.01.2011 wurde in Kassel vom IVD Nordhessen der aktuelle Immobilienpreisspiegel für die Stadt Kassel und die angrenzenden Gebiete vorgelegt. Der 1. Vorstandsvorsitzende des IVD Mitte Hessen/Thüringen Herr Alexander Alter sowie Herr Siegfried Putz, Pressesprecher des IVD Nordhessen, erläutern den anwesenden Pressevertretern die aktuellen Fakten und gaben anschließend Antworten auf die Fragen der Presse.

 Gerne stellen wir ihnen an dieser Stelle den aktuellen Jahresbericht zur Verfügung:

IVD - Jahresbericht Nordhessen und Marktausblick 2011• Wohnungsmieten sind gestiegen• Wohneigentum noch stabil und weiterhin erschwinglichKassel, 27. Januar 2011 – Die Mietpreise von Wohnimmobilien sind im letzten Jahr gestiegen und werden auch in diesem Jahr weiter steigen. So lautet die Prognose für 2011 bei den nordhessischen IVD-Maklern, laut Pressesprecher Siegfried Putz, der den Immobilienpreisspiegel für Nordhessen in einem Pressegespräch am Donnerstag, den 27.01.2011 in Kassel vorstellte, an dem auch der 1. Vorsitzende, Herr Alexander Alter, teilnahm. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere der Arbeitsmarkt, erweisen sich in Nordhessen als sehr gut. Entgegen früheren Prognosen, ist die Zahl der Einwohner in der Stadt Kassel in 2010 um ca. 870 Personen gestiegen.Steigende Wohnungsmieten vor allem in begehrten Wohnlagensowie bei Single-Wohnungen Der IVD-Nordhessen erwartet auch 2011 steigende Preise bei Neuvermietungen. Besonders in gefragten Wohnlagen könnten die Mietpreissteigerungen bis zu 5 Prozent ausfallen. Zurückzuführen sei diese Entwicklung auf die immer größer werdende Kluft zwischen Wohnungsangebot und -bedarf. So ist eine Mietpreissteigerung in fast allen Kategorien im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Bei Neuvermietungen aus dem Wohnungsbestand liegen die Spitzenmieten, bei gutem Wohnwert, in der Stadt Kassel zwischen € 6,00 und € 8,00 pro m² Wohnfläche. Bei Vermietung von Neubauten konnten sogar über € 10,00 pro m² Wohnfläche in 1a Lagen erzielt werden. Laut Statistischem Landesamt sind in den letzten Jahren im Durchschnitt nur ca. 210 neue Wohnungen gebaut worden. Auch für 2011 geht der IVD von einem Neubaudefizit aus. Der Wohnungsbedarf nehme durch hohen Zuzug von Arbeitskräften und die zunehmende Zahl an Ein- und Zweipersonen-Haushalten überproportional zu. Die Neuvertragsmieten des Jahres 2011 werden daher weiter steigen.Ohne Alternative - Immobilie zur Kapitalanlage Für den IVD bleibt die Immobilie 2011 die einzige Anlageform, um vorhandenes Vermögen sicher anzulegen. „Auch 2010 wurde die Immobilie von Anlegern als sicherer Hafen geschätzt“ so Putz. „Das hat zu einer deutlichen Belebung des Marktes für vermietete Eigentumswohnungen und für Mehrfamilienhäuser geführt. Dieser Trend dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen.“ Die Frage, die sich viele Anleger stellen, ist, ob genügend Immobilien auf den Markt kommen, um die Nachfrage zu befriedigen“, erklärt der IVD-Sprecher. „Vor diesem Hintergrund, sollten Eigentümer darüber nachdenken, ob sie nicht die Wertzuwächse der vergangenen Jahre als Gewinn realisieren.“ Der IVD rät Kapitalanlegern, sich sowohl bei der Verkaufsentscheidung als auch bei einer möglichen Reinvestition beraten zu lassen. Der Verband sieht zudem große Potenziale bei der Bewirtschaftung des vorhandenen Immobilienbestandes. „Hier stecken große Chancen für Eigentümer, die in Lagen investieren, in denen die Mieten gerade beginnen zu steigen und die sich gut entwickeln werden“, betont Putz.Wohneigentum bleibt weiterhin gefragt Auch die Nachfrage für Eigentumswohnungen im Jahr 2010 ist gestiegen. Die gute Nachfrage nach Wohnungen wird sich auch in diesem Marktsegment preissteigernd auswirken. Bei Einfamilienhäusern geht der IVD hingegen von weiter stabilen Preisen aus. Auch 2011 werde ein Einfamilienhaus mit gutem Wohnwert zwischen 180.000 bis 250.000 Euro zu erwerben sein, so die Prognose des Verbandes. Schwierig werde die Lage jedoch in ländlichen Gebieten mit starker Abwanderung. „In einigen Regionen werden sich die Auswirkungen des anhaltenden Bevölkerungsrückganges deutlich bemerkbar machen“, prognostiziert Putz. Die Immobilienpreise seien auch dem Prinzip von Angebot und Nachfrage unterworfen. Sinke die Nachfrage nach Immobilien in einer Region und bleibe das Angebot in etwa gleich oder steige, spreche dies für tendenziell nachgebende Preise. „Daher empfehlen wir den Käufern von selbstgenutzten Wohnimmobilien, das niedrige Zinsniveau zu nutzen und zugleich die Tilgung der Immobilienkredite zu erhöhen“, sagt der IVD-Sprecher.Wichtiger Faktor: Arbeitsmarkt ist stabil Großen Einfluss auf die Entscheidung für eine selbst genutzte Immobilie hat auch die persönliche Situation. Der überaus gute Arbeitsmarkt in Nordhessen hat eine unterstützende Wirkung auf die Nachfrage nach Wohneigentum. Viele Arbeitnehmer, die im Verlauf der Finanzkrise ihren Arbeitsplatz verloren haben, stehen wieder in Lohn und Brot. Und die Perspektive bleibt auch im Jahr 2011 aus Sicht des IVD sehr gut.Erschwinglichkeit bleibt stabil Die Bedingungen zum Erwerb von Wohneigentum werden zumindest im ersten Halbjahr 2011 weiterhin günstig sein, prognostiziert der IVD. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und der relativ konstanten Preise, ist Wohneigentum derzeit besonders leicht erschwinglich. Auch die Einkommenssituation der Haushalte, die ebenfalls in diese Betrachtung einfließt, war 2010 vergleichsweise konstant. Mit dem voraussichtlichen Anstieg des Zinsniveaus ab Mitte 2011 könnte sich dies dem IVD zufolge jedoch ändern. Entscheidend wird die Entwicklung der Eigentumspreise sein. Durch die guten wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen sei jedoch ebenfalls mit einer positiven Einkommensentwicklung zu rechnen. „Wir gehen daher davon aus, dass Wohneigentum auch im kommenden Jahr vergleichsweise gut erschwinglich sein wird“, sagt Putz.Gewerblicher Immobilienmarkt sehr unterschiedlich 

Im Bereich der Gewerbeimmobilien ist festzustellen, dass Läden, in absoluten TOP Standorten, insbesondere durch „Filialisten“, stark nachgefragt werden. Hier werden auch sehr hohe Mieten erzielt. Bei Lagen außerhalb der Geschäftszentren gestaltet sich die Vermietung auch bei niedrigen Mieten sehr schwer. Bei größeren Hallen- oder Logistikflächen ab ca. 5.000 m² kann, laut dem 1. Vorsitzenden, Herrn Alter, die Nachfrage nicht befriedigt werden. Hier sind keine Angebote vorhanden. Infos über die derzeitigen Immobilienpreise entnehmen Sie bitte aus dem aktuellen IVD-Preisspiegel.

Quelle: IVD Mitte e.V. Regionalvertretung Nordhessen, Vorsitz Alexander Alter

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Auf Anfrage übersenden wir Ihnen gerne kostenlos und unverbindlich den aktuellen IVD-Immobilienpreisspiegel Nordhessen. Schicken Sie uns einfach eine Email an: info@leineweber-immobilien.de.

  

Was zeichnet einen professionellen Immobilienmakler aus?

20. Januar 2011

Zehn Punkte, auf die Immobilienverkäufer und -interessenten achten sollten  Berlin IVD Bundesverband: In Zeiten niedriger Zinsen denken viele Interessenten über den Kauf einer Immobilie nach. Ob als Investitionsobjekt oder zur Eigennutzung, der Kauf einer Immobilie geht mit hohen finanziellen Transaktionen einher. „Mit dem richtigen Immobilienmakler sichern sich Käufer wie auch Verkäufer eine umfassende Beratung, die auch die finanziellen Interessen des Verbrauchers schützt“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD.  Gute Immobilienmakler müssen heute mehr bieten als nur das Einstellen der Immobiliendaten in ein Exposé oder das Internet. Ein richtiger Profi begutachtet  Grundstücke und Gebäude, analysiert den Markt und bestehende Mietverträge. Haben sich Käufer und Verkäufer gefunden, kann ein Immobilienmakler weitere wertvolle Hinweise zum Kaufvertragsrecht und der Suche nach einer passenden Finanzierung geben. „Für den Verbraucher ist es jedoch häufig schwer, seriöse und gut qualifizierte Dienstleister von ‚schwarzen Schafen’ zu unterscheiden“, sagt Schick. Der Immobilienverband IVD hat daher eine Checkliste zusammengestellt, um Verbrauchern bei der Auswahl des richtigen Maklers zu helfen.  1.     MarktkenntnisProfessionelle Immobilienmakler kennen den Markt vor Ort. Sie informieren über Preise, Mieten und Marktentwicklungen und stehen bereits im Vorfeld mit Sachkenntnis bei der Bewertung der Immobilie zur Verfügung. Sie kennen Angebot und Nachfrage des jeweiligen Immobiliensegments und betreuen Käufer und Verkäufer mit transparenten Informationen rund um das Grundstücksgeschäft. Außerdem besorgen professionelle Makler alle für den Verkauf relevanten Dokumente. 2. Qualifikation – Mitgliedschaft in einem FachverbandFür das Berufsbild des Immobilienmaklers gibt es in Deutschland nach wie vor nur geringe gesetzliche Voraussetzungen, die Bezeichnung „Makler“ ist nicht geschützt. Ein wichtiger Qualitätsnachweis für Makler ist die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem Immobilienverband IVD. Der Kunde sollte keine Scheu davor haben, den Makler nach seiner Aus- und Weiterbildung zu fragen. Seriöse Makler  geben darüber bereitwillig Auskunft. Ein Qualitätsmerkmal sind beispielsweise Berufsabschlüsse zum Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau, Betriebswirt Grundstücks- und Wohnungswesen oder Kaufmann/Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Der IVD verpflichtet seine Mitglieder, regelmäßig Schulungen und Seminare zu besuchen, um auf dem aktuellen Wissensstand rund um die Immobilie zu sein. Jedes Verbandsmitglied muss eine umfassende Aufnahmeprüfung bestehen, in der das notwendige immobilienwirtschaftliche Wissen überprüft wird.  3. SpezialisierungImmobilienkäufer sollten bei der Auswahl eines Maklers auf eine Spezialisierung achten – diese gibt häufig einen wichtigen Hinweis auf die Expertise des Maklers. In Großstädten sollten professionelle Makler auf bestimmte Objekt – beziehungsweise Nutzungsarten spezialisiert sein. Makler im ländlichen Raum sollten dagegen einen klaren regionalen Fokus haben. Der IVD rät von „Alleskönnern“ ab und empfiehlt Makler, die Experten im jeweiligen Markt oder Immobiliensegment sind. 4. ReferenzenKompetente Makler verfügen über eine umfassende Ausbildung und über mehrjährige praktische Erfahrung. Jeder professionell arbeitende Makler wird daher Referenzen seiner bisherigen Tätigkeit - also erfolgreich vermittelte Objekte und zufriedene Kunden – vorweisen können. Um herauszufinden, wie die bisherigen Kunden des Maklers dessen Leistungen beurteilen, kann sich der neue Kunde deren Adressen geben lassen und sich bei diesen erkundigen.  5. Transparente Leistungen Professionelle Makler legen ihr Leistungsspektrum dar und informieren über ihren Aufwand und das Honorar. Sie erbringen eine Beratungsleistung und informieren Verkäufer regelmäßig über die Maßnahmen, die zur Vermarktung ihrer Immobilie realisiert werden. Darunter fallen beispielsweise die Zahl der verschickten Exposés und die durchgeführten Besichtigungstermine sowie verschiedene Marketingaktivitäten.  6. Vereinbarungen – auch über die Höhe der Provision – werden schriftlich getroffenDer IVD empfiehlt, dass alle Vereinbarungen zwischen dem Kunden und dem Immobilienmakler schriftlich festgehalten werden. In einem Maklervertrag mit dem Verkäufer werden neben seinen Dienstleistungen auch die Vertragslaufzeit, gegebenenfalls die Provisionshöhe bei einer erfolgreichen Vermittlung sowie die Auflösungsmodalitäten fixiert. Der IVD weist darauf hin, dass die Provision ein erfolgsabhängiges Honorar ist, das nur am Ende einer erfolgreichen Vermittlung der Immobilie an den Immobilienmakler gezahlt wird.  7. Haftpflicht

Der Makler sollte eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Denn auch qualifizierte Makler sind nicht vor Fehlern gefeit. Im Ernstfall kann etwas so Simples wie ein übersehener Zahlendreher finanzielle Folgen erheblichen Ausmaßes haben. Professionelle Makler sichern daher sich und damit ihre Kunden vor möglichen Schäden aufgrund einer Panne, eines Irrtums oder eines Versehens ab. Die im IVD organisierten Makler sind verpflichtet, eine solche Versicherung abzuschließen.

 8. Makler sind Vertrauenspersonen und beraten individuell Ein professionell arbeitender Makler spricht mit dem Kunden intensiv über dessen persönliche Wünsche und Bedürfnisse sowie seine wirtschaftliche Situation, ehe er einen ersten Vorschlag macht. Er wird alle Einwände des Kunden ernst nehmen und ihn von sich aus vor Risiken warnen. Auf keinen Fall wird er Vorauszahlungen  verlangen. Wer eine Immobilie verkaufen oder kaufen will, sollte sich genau beschreiben lassen, wie der Makler vorzugehen gedenkt und welche Aktivitäten er im Detail plant. Ein guter Makler ist in der Lage, ein genaues Bild der Marktlage zu geben. Er wird seine Aufgabe, die in Frage kommenden Zeiträume für die Abwicklung aller Formalitäten und den voraussichtlichen Aufwand klar benennen. 9. Professionelle Makler können den richtigen Verkaufspreis taxieren Eine Immobilie ist einmalig und deshalb ist es nicht einfach, ihren Wert festzulegen. Neben der Lage fließen bei der Wertermittlung der Gebäudezustand, das Baujahr und eventuelle Sanierungsstaus ein. Versierte Makler nehmen sich für diese Prüfung ausreichend Zeit. Viele bieten zudem an, zusätzlich einen Gebäude-Energieausweis auszustellen, der beim Verkauf beziehungsweise der Vermietung seit einigen Jahren vorgeschrieben ist.  10. Beratung ohne ZeitdruckEin seriöser Makler ist bereit, sich für das Anliegen seiner Kunden Zeit zu nehmen und sie nicht nur mit einigen Adressen abzuspeisen. Er wird niemals auf einen Vertragsabschluss unter Zeitdruck hinarbeiten, sondern dem Kunden eine ausführliche Prüfung des Angebots gestatten. Gegen die Einbeziehung externer Hilfe, beispielsweise eines Sachverständigen oder Rechtsanwalts, wird ein seriöser Makler nichts einwenden.   Quelle: IVD Bundesverband Berlin

Gebäudeversicherung deckt Schäden undichter Duschkabinen

10. Januar 2011

In einer Leitungswasserversicherung sind Schäden, die durch  Austritt von Wasser aus Duschwannen oder Duschkabinen entstanden sind, eingeschlossen. Haben sich in einem Badezimmer durch Austritt des Duschwassers Fliesen abgelöst, die wegen ihres Alters nicht mehr käuflich sind, sind die Kosten für eine Neuverfliesung durch die Versicherungsgesellschaft zu übernehmen. In dem vor dem OLG Frankfurt zu verhandelten Fall hatte ein Hausbesitzer eine Entschädigung von seinem Leitungswasserversicherer verlangt, da im Kellergeschoss seines Hauses das Wasser durch eine undichte Dusche unter den Estrich geflossen und Schäden an der Wand hinter der Dusche hinterlassen hatte.  In ihrer Begründung legten die Richter des OLG Frankfurt dar, dass ein Versicherungsfall nach den vereinbarten Bedingungen vorliegt, „wenn das versicherte Gebäude durch Wasser, das bestimmungswidrig aus mit den Zu- oder Ableitungsrohren der Wasserversorgung verbundenen Einrichtungen oder aus deren wasserführenden Teilen ausgetreten ist, beschädigt wird. Zu solchen Einrichtungen gehören auch Duschwannen und Duschkabinen, d.h. auch die eine Duschwanne umgebenden gefliesten Wände“.   

(OLG Frankfurt  vom 22.12.2009, AZ: 7 U 196/07)

Quelle: IVD Mitte e.V. Hessen/Thüringen